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operklosterneuburg: Mario Pavle del Monaco – ein großer Name, der Oper verpflichtet

Mit Präzision, dramatischer Tiefe und visuellem Gespür inszeniert der serbisch-italienische Opernregisseur 2026 „Samson et Dalila“ im Kaiserhof des Stiftes Klosterneuburg.

(Klosterneuburg, am 1. April 2026) Er trägt einen der klangvollsten Namen der Operngeschichte – und hat sich dennoch längst einen eigenen Platz auf der internationalen Opernbühne erarbeitet: Mario Pavle del Monaco. Der Enkel des legendären italienischen Heldentenors Mario del Monaco – der Otello der 50iger und 60iger Jahre – und Neffe des renommierten Regisseurs Giancarlo del Monaco inszeniert 2026 bei der operklosterneuburg Camille Saint-Saëns‘ „Samson et Dalila“. 

„Es ist eine besondere Ehre und Freude, Mario Pavle del Monaco für seine Klosterneuburger Premiere begrüßen zu dürfen. Er bringt für dieses Werk nicht nur höchste Professionalität mit, sondern auch eine ganz persönliche, familiäre Verbundenheit zur Musik und zur Geschichte dieser Oper“, so Intendant Peter Edelmann.

Intendant Peter Edelmann © Lukas Beck
Intendant Peter Edelmann © Lukas Beck

Eine Familie, die Oper lebt

Mario Pavle del Monaco wuchs in Belgrad auf, wo er klassisches Klavier und Operngesang studierte – in einem Elternhaus, in dem Probenräume und Wohnzimmer kaum zu unterscheiden waren, war doch auch seine Mutter Opernsängerin. Sein Großvater Mario del Monaco, einer der bedeutendsten dramatischen Tenöre des 20. Jahrhunderts, prägte die Familie nicht nur durch seinen Weltruhm, sondern durch eine gelebte Hingabe an die große Oper. „Ich bin mit Musik und Theater groß geworden. Die Möglichkeit, Vergangenheit in der Gegenwart in einem kollektiven, bewussten Narrativ wiederzugeben, finde ich faszinierend. Man muss seiner Berufung folgen – dann wird die Arbeit fast zum Hobby“, sagt der 1993 in Rom geborene serbisch-italienische Regisseur. Der Name del Monaco und seine Sozialisierung im Opernumfeld garantieren eine Liebe zum Genre Oper, die zu einem sorgsamen und werkgetreuen Umgang mit den Werken verpflichtet, die er inszeniert. 

Regisseur Mario Pavle del Monaco © Miloš Lužanin
Regisseur Mario Pavle del Monaco © Miloš Lužanin

Wien als Ausgangspunkt einer Weltkarriere

Den entscheidenden künstlerischen Schritt unternahm Mario Pavle del Monaco in Wien: An der Universität für Musik und darstellende Kunst studierte er Musiktheaterregie bei Prof. Reto Nickler, der ihn bereits zu Studienbeginn als Regieassistenten für eine „Don Giovanni“-Produktion im Schlosstheater Schönbrunn heranzog. 2017 schloss er das Studium mit Auszeichnung ab und wurde mit dem MDW-Ehrenpreis der Universität ausgezeichnet – für seine herausragenden Leistungen, insbesondere seine Inszenierung von Jules Massenets „Werther“. Es folgten fünf prägende Jahre am Mainfranken Theater Würzburg, wo er unter anderem Bellinis „I Capuleti e i Montecchi“ und zwei Kinderopern inszenierte, darunter die Uraufführung von „Siegfried, der kleine Drachentöter“.

Von Belgrad bis Moskau – eine internationale Karriere

Zurück in Belgrad, inszenierte Mario Pavle del Monaco ab 2022 am Nationaltheater – zunächst Puccinis „Turandot“, dann Verdis „Simone Boccanegra“. Parallel arbeitete er als Associate Director am Bolschoi-Theater Moskau und am Mariinski-Theater St. Petersburg, jeweils unter der Leitung seines Onkels Giancarlo del Monaco und am Pult von Valery Gergiev. Mit der Korea National Opera brachte er Verdis „Il trovatore“ auf die Bühne in Seoul. Sein Regiestil verbindet intensive Personenführung mit klarer dramatischer Architektur – beeinflusst von der Arbeitsweise seines Onkels, die er selbst humorvoll als „eine Kombination aus schweizerischer Präzision, deutscher Disziplin und italienischem Feuer“ beschreibt.

Sein Klosterneuburger Debüt

Mit „Samson et Dalila“ kehrt Mario Pavle del Monaco gewissermaßen zu seinen familiären Opernwurzeln zurück: Die Titelpartie des Samson wurde bereits von seinem Großvater Mario del Monaco eindrucksvoll geprägt. In der Klosterneuburger Produktion eröffnet sich dem jungen Regisseur, in der eindrucksvollen Kulisse des Kaiserhofs des Stiftes Klosterneuburg, die Möglichkeit, mit Kristian Benedikt als Samson und der herausragenden Margarita Gritskova als Dalila, in einem Werk voller Dramatik, Sinnlichkeit und archaischer Wucht aus dem Vollen zu schöpfen.

Karten & Spieltermine 2026

Premiere: 4. Juli 2026, 20:00 Uhr

Weitere Vorstellungen: 7. (Rotary), 9., 11., 14., 17., 21., 23., 25., 28. Juli sowie 1. August 2026, jeweils 20:00 Uhr

„Samson und Dalila“ für Kinder: 19. Juli 2026, 18:00 Uhr

Der Kartenverkauf für „Samson und Dalila“ läuft bereits. Tickets erhältlich unter:

Online: shop.eventjet.at/klosterneuburg
E-Mail: karten@operklosterneuburg.at
Telefon: 02243 444 – 424

Details zu den Aufführungen sowie zum Ensemble finden Interessierte unter: www.operklosterneuburg.at