Presseinformation: Interreligiöses Statement zu Klimagerechtigkeit und Nachhaltigkeit

Zentrales Ergebnis eines kürzlich in Wien stattfindenden Meetings des interreligiösen Erasmus+ Projekts „Religions4 Ecology“ war die gemeinsame Verabschiedung des Vision Statements „Klimagerechtigkeit und Nachhaltigkeit. Ein interreligiöses Bekenntnis.“ durch Vertreter des Islam, Christentums und Buddhismus.
Vom 2. bis 4. Februar 2026 war die Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Niederösterreich Gastgeberin eines Transnational Meetings des Erasmus+ Projekts „Facing Global Challenges – Religions4Ecology. Facing Global Challenges. Environmental and Peace Education in Interreligious Cooperation for (Religious) Teacher Training“.
Universitäre Partnerinstitutionen aus Deutschland, Spanien, Malaysia und Albanien entwickelten gemeinsam mit Vertreter:innen der KPH Wien/NÖ innovative Konzepte, um Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) mit interreligösem Lernen zu verbinden und systematisch in der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Pädagog:innen und Religionslehrkräften zu verankern.
Selbstverpflichtung für Klimagerechtigkeit und ökologische Verantwortung
Bei der offiziellen Eröffnung waren neben Institutsleitungen auch Vertreter:innen der Religionen sowie Leiter:innen der Schulämter anwesend. Ein zentrales Ergebnis des Treffens war die offizielle Verabschiedung eines gemeinsamen „Vision Statement“ aller Projektpartner. Die Erklärung mit dem Titel „Climate Justice and Sustainability: An Interreligious Commitment“ bündelt theologische, ethische und pädagogische Perspektiven aus Christentum, Islam und Buddhismus zu einer gemeinsamen Selbstverpflichtung für Klimagerechtigkeit und ökologische Verantwortung. Sie bildet eine verbindliche Grundlage für alle künftigen Bildungsmaterialien und Initiativen des Projekts. Alle Ergebnisse, darunter auch das verabschiedete Vision Statement, werden auf der Projektwebsite https://religions4ecology.org/ veröffentlicht.
„Dieses Projekt macht den Werte- und Erfahrungsschatz der Weltreligionen für die Schule der Zukunft fruchtbar“, betonte KPH-Rektorin Ulrike Greiner in ihrem Eröffnungsstatement. „Das gemeinsame Vision Statement unterstreicht, dass Nachhaltigkeit für uns keine kurzfristige Agenda, sondern eine aus dem Glauben heraus getragene Verpflichtung ist. Globale Herausforderungen wie die Klimakrise lassen sich nur gemeinsam bewältigen.“
Besondere Höhepunkte des Partnermeetings waren die Begegnungen mit religiösen Gemeinschaften Wiens. Die Projektteilnehmer:innen wurden im Buddhistischen Zentrum von Präsident Gerhard Weissgrab empfangen, im Islamischen Zentrum Wien begrüßten Direktor Ahmed Saad Al-Mofareh sowie Imam Salim Mujkanović die internationale Delegation, und im Stephansdom wurden sie von Dompropst Werner Pucher willkommen geheißen.
Die Gespräche verdeutlichten, dass in allen am Projekt beteiligten Religionen Grundlagen für sorgsamen und verantworteten Umgang mit den Ressourcen dieser Erde und das Miteinander in den Quellen verwurzelt sind.
Abschließende Podiumsdiskussion
Den inhaltlichen Abschluss des Meetings bildete eine Podiumsdiskussion im Evangelischen Zentrum Gersthof unter dem Titel „Das Engagement von Kirchen und Religionsgesellschaften für die Bewahrung der Schöpfung und den Klimaschutz“. Zu Beginn hieß die evangelisch-lutherische Bischöfin Cornelia Richter die internationalen Gäste willkommen und unterstrich die Verantwortung der Kirchen und Religionsgesellschaften für Klimagerechtigkeit und nachhaltiges Denken und Handeln sowohl in der Bildung als auch in der jeweiligen Gemeindearbeit. In der anschließenden Diskussion erörterten hochrangige Vertreter:innen aus katholischer und evangelischer Kirche, dem Islam und dem Buddhismus konkrete Initiativen und betonten die Schlüsselrolle religiöser wie interreligiöser Bildung für eine gerechte und zukunftsfähige Gesellschaft.
Weitere Informationen unter: www.religions4ecology.org
