{"id":7979,"date":"2023-09-25T12:15:37","date_gmt":"2023-09-25T10:15:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.martschin.com\/?p=7979"},"modified":"2024-07-16T09:43:34","modified_gmt":"2024-07-16T07:43:34","slug":"fehlbildungen-bei-neugeborenen-weniger-als-50-werden-vorgeburtlich-erkannt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/martschin.com\/en\/fehlbildungen-bei-neugeborenen-weniger-als-50-werden-vorgeburtlich-erkannt\/","title":{"rendered":"Fehlbildungen bei Neugeborenen: Weniger als 50% werden vorgeburtlich erkannt"},"content":{"rendered":"<h2>Fehlbildungen bei Neugeborenen: Weniger als 50% werden vorgeburtlich erkannt<\/h2>\n<h3>Fr\u00fche Diagnose bereits im Mutterleib rettet Kinderleben und senkt das Risiko f\u00fcr Folgesch\u00e4den \u2013 \u00d6GUM fordert Aufnahme des pr\u00e4natalen Organscreenings in den Eltern-Kind-Pass<\/h3>\n<p>Fehlbildungen oder Erkrankungen des Ungeborenen k\u00f6nnen von Expertinnen und Experten mittels moderner Ultraschalltechnologie bereits vor der Geburt diagnostiziert werden. Durch rechtzeitige Erkennung kann die medizinische Betreuung der Schwangerschaft und die Geburt des Kindes auf die jeweilige Situation angepasst werden, wodurch sich die Prognose \u2013 und damit verbunden die k\u00fcnftige Lebensqualit\u00e4t von betroffenen Kindern und Eltern \u2013 entscheidend verbessert. Die \u00d6sterreichische Gesellschaft f\u00fcr Ultraschall in der Medizin (\u00d6GUM) forderte daher im Rahmen einer Pressekonferenz f\u00fcr alle Schwangeren in \u00d6sterreich die M\u00f6glichkeit, ein zertifiziertes Organscreening in Anspruch zu nehmen. Diese sollte durch die \u00f6ffentliche Hand finanziert und integraler Bestandteil der Eltern-Kind-Pass-Vorsorge werden.<\/p>\n<h3>\u00dcber 1.000 nicht im Mutterleib erkannte Fehlbildungen j\u00e4hrlich in \u00d6sterreich<\/h3>\n<p>\u201eFehlbildungen betreffen ca. 2 bis 3 Prozent aller Schwangerschaften. In \u00d6sterreich sind das etwa 2.000 pro Jahr, wovon insgesamt weniger als 50 Prozent bereits im Mutterleib erkannt werden. Etwa ein Drittel der schwerwiegenden Fehlbildungen mit unmittelbarem nachgeburtlichen Handlungsbedarf sind vor der Geburt nicht bekannt\u201c, erl\u00e4uterte Philipp Klaritsch, Leiter der Forschungseinheit f\u00fcr Fetale Medizin an der Meduni Graz und Leiter des Arbeitskreises Geburtshilfe der \u00d6GUM.<br \/>\nGrund f\u00fcr die geringe Fr\u00fcherkennungsrate ist, dass aktuell nur Basisultraschalluntersuchungen im Eltern-Kind-Pass empfohlen werden. \u201eBasisultraschall bedeutet die \u00dcberpr\u00fcfung von positiver Herzaktion, altersgerechtem Wachstum, normaler Fruchtwassermenge und normaler Plazentalokalisation. Lebenswichtige Organe wie Gehirn, Herz, Lunge oder Niere werden dabei allerdings nicht systematisch auf Fehlbildungen untersucht\u201c, so Klaritsch.<\/p>\n<h3>Organscreening erm\u00f6glicht rechtzeitige Diagnose und Behandlung \u2013 \u00d6GUM fordert Finanzierung durch die \u00f6ffentliche Hand<\/h3>\n<p>Ein Organscreening mittels Ultraschall durch speziell ausgebildete Expertinnen und Experten kann Anomalien der Organe schon im Mutterleib erkennen. Dadurch k\u00f6nnen betroffene Kinder schon vor oder unmittelbar nach der Geburt medizinisch optimal versorgt werden. Aktuell muss das Organscreening allerdings in den meisten F\u00e4llen privat bezahlt werden.<br \/>\n\u201eDas Organscreening ist Teil einer modernen Schwangerenvorsorge, die f\u00fcr alle m\u00f6glich sein sollte. Wir fordern daher, dass die Untersuchung durch die \u00f6ffentliche Hand finanziert und integraler Bestandteil der Eltern-Kind-Pass-Vorsorge wird,\u201c sagte Barbara Pertl, Pr\u00e4sidentin der \u00d6GUM und Leiterin des Pr\u00e4natalzentrums Privatklinik Graz Ragnitz.<\/p>\n<h3>Beispiel Herzfehler: Ohne Fr\u00fcherkennung droht Tod durch Sauerstoffmangel und Multiorganversagen gleich nach der Geburt<\/h3>\n<p>Mit rund 700 bis 800 F\u00e4llen pro Jahr in \u00d6sterreich sind Herzfehler die h\u00e4ufigsten Fehlbildungen bei Neugeborenen. Unmittelbar nach der Geburt k\u00f6nnen sie Sauerstoffmangel und Organversagen verursachen. Werden Herzfehler nicht schon im Mutterleib erkannt, steigt durch den entstehenden Zeitverlust von der Diagnose nach der Geburt bis zur Notfallverlegung an ein Herzzentrum das Sterberisiko um das 8-fache. Auch das Risiko f\u00fcr irreversible Hirnsch\u00e4den, Entwicklungsverz\u00f6gerungen und Nierenversagen ist ohne pr\u00e4natale Diagnose deutlich h\u00f6her.<br \/>\n\u201eWird ein Herzfehler bereits im Mutterleib im Rahmen eines Organscreenings durch zertifizierte Ultraschallexpertinnen und -experten erkannt, verbessert sich die Prognose f\u00fcr das betroffene Kind deutlich\u201c, erkl\u00e4rte Dagmar Wertaschnigg, Leiterin des Pr\u00e4natalzentrums Fetalmedizin Feldkirch und \u00d6GUM Vorstandsmitglied. \u201eDie Entbindung erfolgt dann bereits in einem Herzzentrum im Beisein von Spezialistinnen und Spezialisten, die das Kind unmittelbar nach der Geburt \u00fcbernehmen und behandeln. Bei speziellen Herzfehlern kann sogar eine relativ einfache Operation bereits im Mutterleib durchgef\u00fchrt werden, um ein Einkammerherz zu verhindern.\u201c<\/p>\n<h3>Lebensqualit\u00e4t von Kindern und Angeh\u00f6rigen steigt durch rechtzeitige Erkennung<\/h3>\n<p>Eine betroffene Mutter schilderte im Rahmen der Pressekonferenz auch ihre pers\u00f6nlichen Erfahrungen mit der Diagnose \u201eHerzfehler\u201c bei ihrem Kind. \u201eAls bei mir drei Wochen vor der Geburt ein Organscreening durchgef\u00fchrt wurde, wurde der komplexe Herzfehler meines Sohnes entdeckt. Somit wurde er nach der Geburt gleich richtig erstversorgt. Nach mittlerweile 4 gro\u00dfen Herz-OPs kann mein Sohn nun den Umst\u00e4nden entsprechend ein normales Leben f\u00fchren\u201c, berichtete Michaela Altendorfer.<br \/>\nMit \u201eHerzkinder \u00d6sterreich\u201c hat Altendorfer eine \u00f6sterreichweite Anlaufstelle gegr\u00fcndet, die Betroffene in allen nicht-medizinischen Anliegen unterst\u00fctzt. Der Verein setzt sich ebenso wie die \u00d6GUM daf\u00fcr ein, dass im neuen Mutter-Kind-Pass auch ein verpflichtendes Organscreening aufgenommen wird. \u201eDurch rechtzeitige Erkennung kann man Betroffenen viel Leid ersparen und die Lebensqualit\u00e4t von Kindern und ihren Angeh\u00f6rigen deutlich steigern\u201c, so Altendorfer.<\/p>\n<p><strong>Pressefotos der Pressekonferenz<\/strong> finden Sie in K\u00fcrze unter folgendem Link: <a href=\"https:\/\/www.apa-fotoservice.at\/galerie\/34434\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.apa-fotoservice.at\/galerie\/34434<\/a><\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Die <strong>\u00d6sterreichische Gesellschaft f\u00fcr Ultraschall in der Medizin (\u00d6GUM) <\/strong>wurde 1973 gegr\u00fcndet. Ultraschall ist heute das am h\u00e4ufigsten verwendete bildgebende Verfahren in der Medizin und gleicherma\u00dfen ungef\u00e4hrlich wie kosteng\u00fcnstig. Die multidisziplin\u00e4re medizinische Fachgesellschaft hat das Ziel, die wissenschaftliche und praktische Anwendung der Ultraschalldiagnostik zu f\u00f6rdern. In ihr vertreten sind u.a. Expertinnen und Experten aus der Pr\u00e4nataldiagnostik, inneren Medizin, Notfallmedizin, P\u00e4diatrie, Radiologie und Veterin\u00e4rmedizin. Gemeinsam mit ihren Schwesterngesellschaften in Deutschland (DEGUM) und der Schweiz (SGUM) ist sie die f\u00fchrende Plattform zur Zertifizierung und Qualit\u00e4tssicherung in der Ultraschalldiagnostik im deutschsprachigen Raum. Die Zertifizierung erfolgt in drei Stufen \u2013 von der Basisdiagnostik \u00fcber die spezialisierte Diagnostik bis hin zur spezialisierten, wissenschaftlich orientierten Fachkompetenz f\u00fcr besondere Fragestellungen \u2013 und wird auch in Deutschland und der Schweiz anerkannt. Weitere Informationen unter: <a href=\"http:\/\/www.oegum.at\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.oegum.at<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fehlbildungen bei Neugeborenen werden in weniger als 50% der F\u00e4lle vorgeburtlich erkannt. Durch rechtzeitige Erkennung verbessert sich die Prognose \u2013 und damit verbunden die k\u00fcnftige Lebensqualit\u00e4t von betroffenen Kindern und Eltern \u2013 entscheidend. Die \u00d6sterreichische Gesellschaft f\u00fcr Ultraschall in der Medizin (\u00d6GUM) forderte daher im Rahmen einer Pressekonferenz f\u00fcr alle Schwangeren in \u00d6sterreich die M\u00f6glichkeit, ein zertifiziertes Organscreening in Anspruch zu nehmen. 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Dr. Philipp Klaritsch (Leiter der Forschungseinheit f\u00fcr Fetale Medizin, Universit\u00e4tsklinik f\u00fcr Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Medizinische Universit\u00e4t Graz, Leiter des Arbeitskreises Geburtshilfe der \u00d6GUM), Michaela Altendorfer (Betroffene Mutter, Pr\u00e4sidentin und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin von Herzkinder \u00d6sterreich).\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/martschin.com\\\/en\\\/fehlbildungen-bei-neugeborenen-weniger-als-50-werden-vorgeburtlich-erkannt\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Start\",\"item\":\"https:\\\/\\\/martschin.com\\\/en\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Fehlbildungen bei Neugeborenen: Weniger als 50% werden vorgeburtlich erkannt\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/martschin.com\\\/en\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/martschin.com\\\/en\\\/\",\"name\":\"Martschin & Partner | PR Agentur Wien\",\"description\":\"\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/martschin.com\\\/en\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/martschin.com\\\/en\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"en-US\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/martschin.com\\\/en\\\/#organization\",\"name\":\"Martschin & Partner | PR Agentur Wien\",\"url\":\"https:\\\/\\\/martschin.com\\\/en\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-US\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/martschin.com\\\/en\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/martschin.com\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2015\\\/11\\\/martschinPR_Logo_Kontakt-e1751629696389.png\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/martschin.com\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2015\\\/11\\\/martschinPR_Logo_Kontakt-e1751629696389.png\",\"width\":330,\"height\":182,\"caption\":\"Martschin & Partner | PR Agentur Wien\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/martschin.com\\\/en\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"}},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/martschin.com\\\/en\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/3378ae9f03b8c31e115177169cb617e0\",\"name\":\"Jakob Lajta\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-US\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/ab45567c92c1257fa4e56c7d6460252b542b4c5d1df4147326a543fa2937156c?s=96&d=mm&r=g\",\"url\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/ab45567c92c1257fa4e56c7d6460252b542b4c5d1df4147326a543fa2937156c?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/ab45567c92c1257fa4e56c7d6460252b542b4c5d1df4147326a543fa2937156c?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"Jakob Lajta\"},\"url\":\"https:\\\/\\\/martschin.com\\\/en\\\/author\\\/jakob-lajta\\\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Fehlbildungen bei Neugeborenen: Weniger als 50% werden vorgeburtlich erkannt - Martschin &amp; Partner | PR Agentur Wien","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/martschin.com\/en\/fehlbildungen-bei-neugeborenen-weniger-als-50-werden-vorgeburtlich-erkannt\/","og_locale":"en_US","og_type":"article","og_title":"Fehlbildungen bei Neugeborenen: Weniger als 50% werden vorgeburtlich erkannt - Martschin &amp; Partner | PR Agentur Wien","og_description":"Fehlbildungen bei Neugeborenen werden in weniger als 50% der F\u00e4lle vorgeburtlich erkannt. 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